Schmerzen

Schmerz ist eine Sinneswahrnehmung, die unmittelbare Gefahr signalisiert und zum Reagieren zwingt.

Menschen mit chronischen oder regelmäßigen Schmerzen dürfte dieses biologische Axiom fast zynisch vorkommen.

Welche unmittelbare Gefahr droht denn einem Menschen mit Migräne oder einer rheumatischen Erkrankung?

Viele Menschen mit chronischen oder regelmäßigen Schmerzen haben oft eine lange Leidensgeschichte mit vielen Untersuchungen und Behandlungen von verschiedensten Fachärzten oder anderen Therapeuten hinter sich.

Bei chronischen Schmerzen geht es nicht mehr nur um Schmerzbeseitigung. Auch Zukunfts- und Sinnfragen beschäftigen die Betroffenen und müssen in der Behandlung respektiert werden.

Die Behandlung von chronischen oder regelmäßigen Schmerzen bedarf der Abfolge von 3 Phasen.

1. Akute Schmerzbehandlung. Dies ist eine rein symptomatische Behandlung und oft auch schnell erfolgreich, wenn an den Symptomen nicht schon zu viel „herumgedoktert“ wurde. In diesem Bereich tummeln sich leider auch viele selbsternannte Wunderheiler und „Es-ist-alles-ganz-einfach“-Therapeuten.

2. Eine symptomatische Behandlung wirkt nur vorübergehend. Die wichtigste Aufgabe ist nun die Ursachen für den eigentlicher Auslöser zu finden, und dann der Grund, warum die Beschwerden chronisch geworden sind. Dies ist wichtig für die Planung einer nachhaltigen Therapie.

3. Daran schließt sich unmittelbar die Bewegungstherapie an. Die Wiederherstellung der Beweglichkeit erfolgt durch spezielle Physiotherapie oder individuellen Sporttherapie zur Rehabilitation.

Bei strukturellen Schäden (z. B. Gelenkverschleiß) ist eine Heilung nicht immer möglich oder aus unterschiedlichen Gründen nicht gewünscht. Eine erfolgreiche Therapie ist stets die nachhaltige Herstellung eines schmerzfreien Alltags mit moderater bzw. angemessener sportlicher Belastung.